Heute Nacht hat es zum ersten Mal gefroren. Morgens war mein Garten weiß überzuckert und deshalb ist es jetzt auch allerhöchste Zeit, den Garten winterfest zu machen. Es sind die letzten Gartenarbeiten des Jahres:

 

  • Wasserpumpe frostsicher für den Winter unterbringen.
  • Wer noch keinen frostsicheren Außenwasserhahn hat, muss unbedingt das Wasser ablassen, die Zuleitung zudrehen und den Wasserhahn anschließend offen lassen. Sicher ist sicher. BTW: Frostsichere Außenwasserhähne sind optimal. Seit 13 Jahren sind zwei davon bei uns im Einsatz und selbst bei Minus 24 Grad ist nichts passiert. Das Geheimnis: Eine langes Schneckengewinde verschließt die Wasserleitung tief im Inneren der Wand und nicht, wie konventionelle Wasserhähne es tun, vorne beim Auslass.
  • Schon vor zwei Wochen erledigt: der letzte Rasenschnitt. (Nicht zu tief mähen! Lassen Sie 4 cm stehen, das schützt die Grasnabe.)
  • Laub vom Rasen fegen. Unter Büschen und Sträuchern können die Blätter allerdings gut liegen bleiben.
  • Fällt bei Ihnen zu viel Laub an? Stellen Sie einen dieser praktischen Kompostsilos aus Gitterdraht auf und sammeln Sie die Blätter darin bis zum nächsten Jahr. Erstens weil so ein Blätterhaufen ein tolles Winterquartier für Igel ist. Zweitens weil Sie im Frühling damit Ihre Beete toll mulchen können.
  • Verblühte Rosen abschneiden und überlange Rosentriebe Pi mal Daumen kürzen. Der richtige Rosenschnitt erfolgt allerdings erst im Frühling.
  • Rosen anhäufeln. Dabei sollte die empfindliche Veredlungsstelle mit Erde und/oder Mulch abgedeckt sein. Verwenden Sie im Herbst keinen Kompost zum Anhäufeln der Rosen. Er würde in einem milden Winter die Rosen zu früh zum Austrieb anregen.
  • Die Krone von Stammrosen zurückschneiden und ggf. einen Sack aus Vlies oder Jute darüber ziehen. Je nach Lage ist dieser Schutz nicht überall erforderlich. Hier in Franken und auch im Rheinland überstehen Stammrosen auch ungeschützt den Winter. Im Allgäu und in Deutschlands Mittelgebirgen ist Winterschutz auf jeden Fall erforderlich.
  • Falls noch nicht geschehen, können Sie jetzt Stauden eine Handbreit über dem Boden abschneiden. Wirklich erforderlich für die Gesundheit der Stauden ist diese Maßnahme jedoch nicht. Im Gegenteil. Lassen Sie das Gestrüpp einfach stehen und suchen Sie sich für diese Arbeit einen schönen sonnigen Vorfrühlingstag aus. Wenn abgestorbene Stauden stehen bleiben und im Laufe des Winters ggf. umfallen, ist das ein natürlicher Winterschutz.
  • Ziergräser unbedingt sehen lassen. Weil sie auch im Winter hübsch aussehen und weil sie Vögeln als Nahrung dienen. Hohe Gräser, wie Pampasgras, locker zusammenbinden aber dabei die schönen Blütenstände stehen lassen.
  • Bauernhortensien: Verblühtes knapp eine Handbreit unter der Blüte abschneiden. Schneiden Sie nicht tiefer, sonst blüht Ihre Hydranga nächstes Jahr erst sehr spät oder gar nicht.
  • Fetthenne stehen lassen. Auch wenn sie längst verblüht sind: lassen Sie die Stengel der Fetthenne stehen. Regenwasser könnte sonst über dir röhrenartigen Reste der Stengel tief ins Innere der Pflanze dringen und diese bei Frost “sprengen” oder, wenn der Winter sehr nass und regnerisch wird, zum Faulen bringen.
  • Baumpaeonien: Runter gefallene Blätter einfach liegen lassen, ggf. Winterschutz auf die Wurzelscheibe legen. Die exotisch anmutenden und prächtig blühende Baumpaeonien sind robuster, als viele denken. Nur kalte Winde mögen sie nicht so gern. Dagegen hilft Reisig oder ein Mantel aus Jute. Dazu stellen Sie rund um die Baumpaeonie 4 Pflanzstäbe auf. Anschließend umrunden Sie das Ganze mit Jute (aus dem Gartencenter) und zurren das Paket einfach mit einer Schnur fest. Nach oben kann und sollte die Schutzwand ruhig offen bleiben. Die Baumpaoenie braucht schließlich auch im Winter Wasser – wenn auch weniger. Ähnlich können Sie auch andere empfindliche Gewächse einpacken, beispielsweise Kamelien.
  • Die letzten Blumenzwiebeln sind hoffentlich schon in der Erde. Wenn nicht: Es ist wirklich allerhöchste Zeit. Einige Gärtner verkaufen ihren Restbestand derzeit mit einigen Prozenten. Nutzen Sie die Gelegenheit. Platz für ein paar zusätzliche Frühlingsblüher findet sich immer.
  • An frostfreien Tagen können Sie jetzt noch gut Rosen und Stauden pflanzen. Gut angießen nicht vergessen. Ein leichter Winterschutz (Anhäufeln bei Rosen) hilft beim Anwachsen.
  • Tannengrün auf die kahlen Rosenstöcke und auf empfindliche Stauden legen. Diese Aktion kann gut noch bis nach Weihnachten warten. Der Weihnachtsbaum wird so noch einmal richtig gut zweitverwertet.
  • Gartengeräte reinigen, ggf. einölen (z.B. Scheren) und einräumen.
  • Messer des Rasenmähers und anderer Schneidgeräte zum Schleifen bringen und bitte nicht vergessen, abzuholen. Denn spätesten Ende Februar brauchen Sie die ersten Gartengeräte wieder.

 

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