Oktober im Blumengarten, was ist zu tun? Bevor es wirklich Winter wird, brauchen einige Pflanzen noch einmal etwas mehr Aufmerksamkeit. Doch die gute Nachricht ist: So richtig stressig wird es trotzdem nicht. Denn Gärtnerinnen, die naturnah gärtnern, damit Insekten, Igel und Vögel auch gut über den Winter kommen, schneiden jetzt nicht alles radikal ab. Vorrang hat jetzt erst einmal der Winterschutz, allen voran für Rosen. Frostempfindliche Kübel- und Balkonpflanzen wandern ins Winterquartier und auch für die nächste Gartensaison kann man schon so einiges vorbereiten. Was genau?

Oktober im Blumengarten, was liegt an?

  • Welche Kübel- und Balkonpflanzen müssen jetzt ins Winterquartier? Worauf sollten Sie dabei achten: Temperatur, Licht, Belüftung, Lage … Kennen Sie die Unterschiede zwischen Pelargonien (Geranien), Canna und Knollenbegonien?
  • Welche Kübelpflanzen vertragen leichten Frost und dürfen, besser sollten, deswegen noch länger draußen bleiben?
  • Wie werden Rosen winterfest gemacht – und warum?
  • Ist das Pflanzen wurzelnackter Rosen im Herbst besser als im Frühling?
  • Wie und warum werden manche Rosen im Herbst geschnitten?
  • Was sind Kaltkeimer und wie werden sie gesät?
  • Überwintern Montbretien besser draußen oder drinnen?
  • Wohin mit Dahlienknollen im Winter?
  • Kann man im Oktober noch Stauden pflanzen?

Ausführliche Antworten auf diese und weitere Fragen im Schwesterblog nebenan.

Warum werden manche Stauden nicht im Herbst geschnitten?

Wie eingangs erwähnt, werden im naturnahen Garten im Herbst nicht alle Stauden radikal abgeschnitten. Warum? Damit Wildbienen und andere Insekten zwischen den vertrockneten Pflanzen und in hohlen Stängeln einen sicheren Platz zum Überwintern finden.

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Zudem säen sich viele Stauden den Winter über von selbst aus und sorgen so für reichlich und kostenlosen Nachwuchs: Echinacea purpurea, der Purpur-Sonnenhut, oder auch Rudbeckia, der gelbe Sonnenhut. Islandmohn, Duftsteinrich, Schmuckkörbchen, Glockenblumen, Ringelblumen, Kornblumen, Goldmohn, Schlaf- und Klatschmohn … die Liste der Sommerblumen und Stauden, die sich am besten selbst um ihren Nachwuchs kümmern, ist lang und artenreich. Lassen Sie einfach so viel wie möglich stehen, und Sie werden nächstes Jahr ein blütenreiches Wunder erleben. Sie müssen dafür nur rechtzeitig Sämlinge erkennen und vor dem Jäten verschonen.

Die Fetthenne darf / muss / sollte auf jeden Fall bis zum nächsten Frühling stehenbleiben. Sie hat hohle Stängel. Sobald diese abgeschnitten sind, füllen sie sich mit Wasser und bei Frost sprengt es dann die Pflanze von innen. Das muss nicht sein.

Wo und was sollten Sie im Herbst trotzdem schneiden

Haben Sie mit Blumenzwiebeln ein Frühlingsbeet dicht und abwechslungsreich bepflanzt? Sehr gut. Zumindest dieses Beet sollten sie im Oktober noch einmal sehr gründlich von Unkraut befreien. Schneiden Sie dort möglichst auch alle Stauden bodentief ab und entfernen Sie verblühte Sommerblumen. Warum? Damit die ersten kleinen Frühblüher wie Krokusse, Winterlinge und Schneeglöckchen nicht im welken Laub versinken und damit unsichtbar sind.

Gibt es Regeln für oder gegen den Staudenschnitt im Herbst?

Regeln? Ihr Garten, Ihre Spielregeln!

Ich schneide im Herbst nur ab, was mich wirklich stört:

  • Hostablätter werden nach dem 1. Frost schnell matschig und faulen dann. Deswegen weg damit.
  • Phlox sät sich sehr ungestüm aus und bildet viele Ableger, deswegen schneide ich ihn nach der Blüte bodentief ab.
  • Gleiches gilt für Riesen-Rudbeckien. Mein Garten ist zu klein für zu viele dieser wunderschönen Giganten. Die Nachbarn ringsum sind auch schon bestens mit Ablegern versorgt.

Pflanzen mit hohlen, harten Stängeln und mit schönen Fruchtständen dürfen dagegen bleiben. Sie geben auch noch im Winter hübsche Fotomotive ab. Pflanzen mit weichen Blättern kommen weg. Sie faulen und/oder schimmeln schnell, insbesondere in nassen, regenreichen Jahren.

Riesen-Rudbeckien, Fallschirmsonnenhut blüht von Juli bis November

Riesen-Rudbeckien, Fallschirmsonnenhut, blüht von Juli bis November und macht Bienen satt und glücklich.

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