Alle Insekten lieben bienenfreundliche Pflanzen

Schon kurz nach Sonnenaufgang umschwärmen Bienen ihren heiß geliebten Lavendel. Auch Wildbienen, Schmetterlinge, Schwärmer und Nachtfalter wie das Taubenschwänzchen sind beim Anflug auf den Nektar dabei. Von früh bis Sonnenuntergang summt es in der Gartenmauer mit Lavendel. Den Imker freut’s und mich erst recht.

Rettet die Bienen fängt bei Ihnen persönlich an!

  • Sie lieben Bienen und wollen etwas für sie tun? Selbstverständlich!
  • Sie mögen sicher auch hübsche Schmetterlinge und Vögel sowieso?
  • Ketzerische Frage: Was tun Sie selbst, um Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten zu retten?

Ich meine jetzt nicht einmalig Ihre Stimme bei einem Volksbegehren abzugeben. Dieser Zug ist längst abgefahren und wird nun umgesetzt. So ist dumindest der Plan der Landes- und Bundesregierung. Nein. Ich frage Sie persönlich: Ist Ihr Garten artenreich? Welche bienenfreundliche Pflanzen wachsen darin? Wachsen in Ihrem Garten auch heimische Bäume und Sträucher? Blüht Ihr Garten durch von Februar bis zum Schnee und bietet daher immer etwas für Wildbienen – und für Ihr Auge? Echte Natur- und Bienenfreunde achten auf all das und dies sicher nicht erst seitdem „Bienen retten“ DAS große Thema ist.

Biene in Bluejeans. Auch Skillas sind bienenfreundlich, wie die meisten Frühblüher. Und so wichtig für Bienen.

Blumenbild auf Leinwand: Biene in Bluejeans. Auch die winzigen Skillas sind bienenfreundlich, wie die meisten Frühblüher.

Wer ist wirklich Schuld am Insektensterben?

Bienen fliegen dorthin, wo ihre Nahrung ist. Sie sammeln Nektar, verteilen dabei Pollen und bestäuben letztendlich dadurch Blüten. Aus befruchteten Blüten wachsen Früchte, denn das ist der Deal, den Mutter Natur zum Vorteil aller so vorgesehen hat. Und was machen törichte, uneinsichtige Menschen daraus: Vernichten jedes Kraut, was vermeintlich nicht in den ordentlichen Garten gehört. Nicht nur Bauern verspritzen Herbizide und Pestizide.

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Private Gartenbesitzer spritzen zu oft und zu viel.

Der private Gartenbesitzer ist oft der größere Übeltäter, als ein geschulter, wirtschaftlich denkender Bauer. Der Hobbygärtner spritzt am liebsten jede Laus und jede Raupe tot, anstatt auf die Ankunft der Nützlinge (Vögel, Larven von Florfliegen, Marienkäfer & Co) zu warten. Und er greift bedenkenlos zu Glyphosat, das in Roundup und ähnlichen Produkten enthalten ist. Dabei ist ihr Einsatz im Privatgarten schon lange verboten. Der Verkauf dieser Produkte ist jedoch erlaubt und bringen Baumärkten guten Gewinn. Dabei sollte es inzwischen bei jedem, halbwegs intelligenten Menschen angekommen sein: Herbizide und Pestizide haben im privaten Garten nichts verloren!

Abgesehen davon gibt es bessere und billigere Methoden, um Unkraut selbst auf Pflasterflächen loszuwerden. Erfahren Sie mehr im Schwesterblog.

Rosen mit offenen Blüten für den bienenfreundlichen Garten

Rosen mit offenen Blüten für den bienenfreundlichen Garten

Steingärten töten Leben!

Vorgärten aus Schotter auf Unkrautvlies sind keine Gärten, sondern leblose Schotterplätze. Dort wohnen weder Vögel, noch Insekten, denn Schotter gibt weder Schutz, noch Nahrung. Nur Hitze oder Frost, Trockenheit und Staub. Machen Sie es besser und gestalten Sie ihren Garten bienenfreundlich: Räumen Sie den Schotter weg und pflanzen Sie stattdessen bienenfreundliche Stauden, Sträucher und Bäume. Verzichten Sie dabei auf ein Unkrautvlies. Es hilft ohnehin nicht gegen anfliegende Samenunkräuter, erschwert aber die Pflege des Beetes ungemein.

Der bienenfreundliche Garten ist pflegeleicht.

Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen: Der bienenfreundliche Garten ist von Natur aus pflegeleicht. Dafür sorgen standortgerecht gewählte bienenfreundliche Pflanzen. Lassen Sie sich von der regionalen Gärtnerei beraten (Gärtnerei, nicht Baumarkt!), welche Pflanzen am besten in Ihren Garten passen. Stimmt der Standort, wachsen diese Pflanzen quasi von alleine. So wie beispielsweise Lavendel oder Katzenminze volle Sonne und mageren Boden lieben und dafür kein zusätzliches Gießwasser brauchen. Anspruchsvollere Sommerblumen und Stauden müssen Sie dagegen während der ganzen Gartensaison über gießen, düngen, schneiden, stützen, hegen und pflegen.

Jeder Garten braucht mindestens einen Baum

Kleine Hausbäume wie Apfeldorn, Kornelkirsche, Eberesche, Mehlbeere, Säulen-Zierapfel sind Nährgehölze für viele Insekten und Vögel. Pflanzen Sie bevorzugt Hochstämme oder Säulenbäume, denn sie verbrauchen unten herum kaum Platz und oben ist der Himmel weit. Also keine Angst vor kleinen Bäumen in Garten. Sie spenden Schatten, geben Sauerstoff, verleihen dem Garten Struktur und sind das ganze Jahr über wunderschön!

Insekten- und Vogelnährgehölze sind schöne, pflegeleichte Sträucher

Pflanzen Sie auch bienenfreundliche Sträucher und Blütenhecken anstatt Thujen, Lebensbäume oder Kirschlorbeer. Heimische Sträucher halten unsere Sommer aus, auch die trockenen. Thujen nicht. Blütenhecken, insbesondere Ligusterhecken sind robust, geben Vögeln und Insekten Schutz und Nahrung, Kirschlorbeer nicht, warnt NABU. Er ist enorm giftig und bietet allenfalls leichtsinnigen Amseln einen Platz zum Nisten – bis Nachbars Katze ins Geäst spaziert und sich ihre Nestlinge holt.

Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie ihr Garten in 10 Schritten bienenfreundlich wird.

Storchschnabel ist robust und bienenfreundlich

Storchschnabel ist eine robuste Stauden und bienenfreundlich.

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