Französische Rosen punkten im Garten mit elegantem Wuchs, einzigartigen, malerischen Blüten, liefern außergewöhnliche Motive für Kunstdrucke und machen sich auch in der Vase gut. Mehr kann man von Rosen kaum erwarten, oder doch? Ein Vergleich zu einer historischen Rosen offenbart den gewissen Unterschied.

Historische Rosen sind oft besonders robust.

Alte, im Sinn von historischen Rosen sind eine Bereicherung für jeden Garten. Stimmt der Standort, sind sie ungemein robust und im Gegensatz zu ihren jungen Schwestern, duften alte Rosen unglaublich intensiv. Charles de Mills gehört zu den wenigen historischen Rosen in meinem Garten. Seit sie vor Jahren hier eingezogen ist, hat sie 1,30 Höhe und Breite gut und gerne erreicht. Wenn sie dann im Juni blüht, ist das Blütenmeer ein sehenswertes Ereignis. Aber, und das will ich nicht verschweigen, ohne Blütenschmuck ist der Rosenstrauch eher etwas für die hintere Reihe oder für eine gemischte Blütenhecke. Die Blätter sind rau und die Zweige entwickeln sich manchmal ziemlich ungestüm, so dass die Schere immer reichlich zu tun bekommt. Ganz anders zeigen sich moderne französische Rosen mit geflammten Blüten, auch als Malerrosen von Delbard bekannt.

Was für moderne französische Rosen spricht.

Völlig anders im Stil aber mindestens ebenso schön wie die Wärme liebenden Malerrosen von Delbard ist die moderne Teerose Broceliande. Sie wurde im Jahr 2000 vom französischen Rosenzüchter Michel Adam erstmals vorgestellt und registriert. Jede ihrer geflammten Rosenblüten ist ein Unikat und auch ihr dunkles, glänzendes Blattwerk ist wunderschön. Rose Broceliande blüht, mit kleinen Pausen, den ganzen Sommer über bis hin zum späten Herbst und ihre stark duftenden Blüten eignen sich auch für die Vase. Man darf nur nicht den Fehler begehen, die Blüten zu knospig zu schneiden. Wenn sich die Rosenblüte frühmorgens geöffnet hat, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, sie zu schneiden. Zusammen mit Clematis, Frauenmantel, Mutterkraut oder verspielten Gaura-Zweigen machen sich die eleganten Rosen aus dem eigenen Garten in einer Vase besonders schön.

Übrigens ist der Name Broceliande in der Merlin-Legende der Name eines märchenhaften Waldes in der Normandie.

Letzten Endes ist es völlig egal, ob historische, moderne oder französische Rosen, solange nur der Garten groß genug und der Standort den Wünschen der jeweiligen Rose entspricht. Tut er es nicht, ist alle Liebesmüh im Rosengarten ohnehin umsonst. In diesem Fall verweise ich dann lieber auf meine Rosenbilder nach Wunsch.

 

 

Französische Rosen mit Clematis, freigestellt auf Weiß
Jetzt hat ein Rosenfreund aus Marktleuthen beide Rosenbilder für sich entdeckt. Gerahmt in schlichten Alurahmen gedeihen Broceliande und Charles Mills demnächst zu einer Morgengabe, die der so Beschenkten sicherlich gefallen und für Jahre in guter Erinnerung bleiben wird.