Lilien sind Diven, die einzeln stehen möchten, um dann ungeniert alle Blicke auf sich zu ziehen. Anders als Rosen, die sich durchaus gerne mit Kavalieren umgeben, halten Lilie lieber Abstand zum „niedrigen Fußvolk“ – der Optik wegen. Das Platzieren im Garten erscheint deswegen manchmal etwas schwierig. Aber die kluge Gärtnerin baut vor und erklärt Lilien einfach zum mobilen Grün.

Mobile Lilien sind ideal für Unentschlossene.

Im Kübel gedeihen Lilie nämlich auch famos und sobald die ersten Blütenknospen Farbe zeigen, rückt man die Lilie ins Rampenlicht. Nicht zu nah an der Terrasse, weil der Duft der Lilie eher unschön ist, sondern – zumindest unten herum – etwas kaschiert. Beispielsweise hinter ein paar niedrigen späten Stauden, die noch nicht blühen. Astern, Storchschnabel oder auch Hostas/Funkien eignen sich dafür.

Lilien im Kübel zu kultivieren hat einige Vorteile, insbesondere dann, wenn Sie die Wirkung der edlen Blüten erst ausprobieren möchten. Gefällt der Standort, pflanzen Sie die Lilien an Ort und Stelle. Mehr zur Pflege der Lilien erfahren Sie im Schwesterblog.

Lilien fotografieren gelingt mit ruhigem Hintergrund und Offenblende.

Diese eleganten, cremeweißen Lilien kamen vor einiger Zeit im Spätherbst in einem Überraschungspaket zu mir und beim Pflanzen hatte ich echtes Glück. Jetzt wachsen diese Lilien an der Grundstücksgrenze und dahinter ist nur noch Wiese. Jetzt, zur Lilienzeit, ist die Wiese bereits abgemäht und dürr wie eine afrikanische Savanne. Der Sommer in Franken ist dieses Jahr leider so trocken wie seit 40 Jahren nicht.

Dank Offenblende (kleinste mögliche Blendenzahl/große Blende) verschwindet im Hintergrund die Wiesenstruktur und stellt die Blüte komplett frei. Was bleibt sind sanfte Farben und das schillernde Lichterspiel der frühen Morgensonne.

Fotografieren Sie auch so gerne Blumen? Mehr Tricks zur Blumenfotografie finden Sie in diesen Fotokursen und Tutorials: