Seit Tagen hält sich das Regentief über Deutschland. Vielerorts wurden binnen Minuten Bäche zu reißenden Fluten und überschwemmen Dörfer und Städte. Statt Hitze, wie im letzten Jahr, erleben wir heuer das krasse Gegenteil: Es ist kühl und nass. Mein Dorf hatte bislang Glück und wurde von all zu heftigen Regenstürmen verschont, doch die Felder, Wiesen und Gärten sind dennoch siepenass.

Und plötzlich verschwindet der Baum im Nebel

Gegen Abend klart es ein wenig auf. Doch dann kriecht plötzlich Nebel aus dem Wald hervor, wabert über die große Wiese und umringt hinterrücks den alten Kirschbaum. Noch vor zwei Wochen stand er in der fränkischen Savanne. Was für eine ungewohnte Stimmung für einen Juni-Abend. Von lauer Sommernacht keine Spur, statt dessen riecht es ein bisschen nach Herbst und es herrscht eine gespenstische  Stimmung. Es ist still. Sogar die Füchse jaulen nicht, wie sonst jeden Abend, lauthals über die Wiese. Kein Mucks ist zu hören, nur das leise Rauschen der Gräser und Blätter schwachen Wind.

Kaum ist dieses Landschaftsbild gemacht, klart es auch schon wieder auf. Der Nebel verzieht sich ins Nirgendwo und die Jäger der Nacht sausen über die Wiese. Noch finden die Fledermäuse genug zu fressen, nach der anstehenden ersten Mahd sieht das Nahrungsangebot schon ganz anders aus. Aber so ist das nun mal das Leben auf der großen Wiese.
Baum im Nebel, Stimmungsvolles Landschaftsbild, alter Kirschbaum im Nebel
Weitere Landschaftsbilder rund um den Kirschbaum auf der großen Blumenwiese.