Dieser alte Kirschbaum ist jetzt schon seit 16 Jahren mein treuer Begleiter. Er trotzt Schnee und Eis, Sturm und Hitze, blüht Ende April, trägt im Juni süße Früchte für alle und im Herbst ein goldenes Kleid. Zurzeit beherrscht der Kirschbaum eine fränkische Savanne mit hohem Gras und tausenden Margeriten. Wer da durch will und kleiner als 50 Zentimeter ist, wird von ihr komplett verschluckt: Fuchs, Hase und Igel sagen sich hier tatsächlich gute Nacht. In diesem kleinen Paradies leben aber auch Fasane, Bussard, Habicht, Eule, Stieglitz und viele Singvögel.

Schauen erlaubt aber bitte nicht betreten

Erst im Hochsommer ist Schluss mit der Idylle: Die Savanne wird gemäht und zurück bleibt langweiliges Allerweltsgrün und die Erinnerung an ein sommerliches Paradies mit einem Kirschbaum in fränkischer Savanne.

Landschaftsbild Kirschbaum in fränkischer Savanne

Landschaftsbild Kirschbaum in fränkischer Savanne zeigt eine Idylle. Hohe Gräser, weiße Margeriten und mittendrin ein alter Kirschbaum mit maigrünen Blättern im flackernden Licht.

Später im Sommer kommen Heerscharen von Gassigehern und Spaziergänger und erobern die gemähte große Wiese für sich. Das ist wirklich schade und dummdreist noch dazu. Warum Erwachsene nicht kapieren wollen, dass die Wiese am Ende Futter für Kühe wird? Hundedreck hat wirklich nichts darin verloren. Ich wünsch’ mir manchmal einen Weisen, der diesen Hundehaltern mehr Intelligenz einhaucht – und die Akzeptanz bestehender Naturschutzgesetze.

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