Winterharte Kletterpflanzen schützen die Fassade, spenden Schatten, bieten Vögeln einen Brutplatz, verwandeln Terrassen in kuschelige Gartenlauben mit Sichtschutz und Privatsphäre. Lauter Gute Gründe, vermehrt Kletterpflanzen ans Haus zu pflanzen. Doch wohin pflanzen, wenn vor dem Haus kein offener Boden ist?

Winterharte Kletterpflanzen am Haus brauchen tiefgründigen, freien Boden.

Kletterpflanzen wachsen auch im Kübel, bleiben dort aber klein und brauchen spätestens nach drei Jahren frische Erde und einen größeren Pflanzkübel. Das macht viel Arbeit und so gar keine Freude, zumal zur Kletterpflanze ja auch eine Rank- und Kletterhilfe gehört. Das erschwert das Umtopfen zusätzlich. Ganz anders, wenn Kletterpflanzen am Haus direkt im Boden wachsen können. Denken Sie bitte nicht, das geht bei Ihnen nicht, weil der Boden gepflastert ist. Die Lösung ist viel einfacher, als gedacht.

Erfahren Sie im Schwesterblog “Wo Blumenbilder wachsen”

  • wie Sie Boden vor dem Haus schnell und erstaunlich einfach frei machen.
  • Welche Kletterpflanzen sich für die verschiedenen Standorte am besten eignen.
  • Wie schnell diese Pflanzen Fuß fassen und welche Höhen sie in welcher Zeit erklimmen.
  • Mit welchen Stauden Sie Kletterpflanzen unterpflanzen können,
  • und wie Sie am Haus gepflanzte Kletterpflanzen am besten pflegen.

Lesen Sie weiter im Blog nebenan: Winterharte Kletterpflanzen am Haus. Welche Pflanzen, ihre Standorte & Pflege

Vorsicht vor diesen winterharten Kletterpflanzen

Für die Natur sind alle Kletterpflanzen gut und nützlich, nicht jedoch für alle Häuser. Sobald die Fassade beschädigt ist, wenn der Putz bereits bröckelt, haben Wurzeln leichtes Spiel und durchdringen auch das Mauerwerk. Das Schlimme daran ist: Hat sich beispielsweise Efeu erst einmal in der Mauer fest gekrallt, ist er kaum noch zu stoppen. Gleiches gilt für wilden Wein. Er schafft locker 15 Meter und gräbt sich dann auch unter Dachpfannen. Die Folge ist ein undichtes Dach. Auch Je-Länger-je-Lieber erobert Bäume, Häuser, Scheunen und ihre Dächer mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit.

Ein Heim für Vögel, aber auch leichter Zutritt ins Haus für Nager

Winterharte Kletterpflanzen bieten vielen Vögeln sichere und geschützte Brutplätze. Andererseits bilden ihre Stämme, Äste und dickeren Zweige auch bequeme Zugangswege für Mäuse, Ratten und andere Nager ins Haus. Bedenken Sie dies, wenn Sie sich dafür entscheiden, Kletterpflanzen direkt an die Fassade zu pflanzen. Eine Alternative bieten tatsächlich mit Abstand zur Wand montierte Seilsysteme. An ihnen wachsen beispielsweise Akebien oder Pfeifenwinden frei und ohne dabei Kletterhilfen für unwillkommene Gäste zu bilden.