“Welche Rose empfiehlst du mir für diese Stelle im Garten,” fragte Mutter vor mehr als fünfundzwanzig Jahren? “Der Boden dort ist gut, aber die Lage ziemlich rau. Allgäu eben.” Damals fiel mir spontan meine Lieblingsrose Bonica ein, eine Rose, die angeblich eine Beetrose ist, doch schon in meinem alten Garten wie eine kräftige Strauchrose wuchs. Inzwischen weiß ich, dass Bonica sogar klettern kann. Das ist jedoch eine andere Geschichte.

Als Mutter und ich im Jahr 2000 gemeinsam einen völlig neuen Garten hier in Franken anlegten, da waren drei Bonica-Rosen wieder von Beginn an dabei. Sie begrenzen Mutters südliches Terrassenbeet und sorgen dort für Windschutz und bedanken sich ab Mai mit einem gigantischen Blütenmeer.

Leinwandbild Rosarote Rosenromantik

Leinwandbild Rosarote Rosenromantik

Lieblingsrose Bonica braucht zweimal im Jahr einen kräftigen Rückschnitt.

Zuvor jedoch, im April zur Blüte der Forsythien, rücke ich den drei Bonicas mit der Heckenschere zu Leibe. In den ersten Jahren mühte ich mich stundenlang noch mit der Rosenschere ab. Aber nachdem die Rosenstöcke immer üppiger und undurchdringlicher wurden, wagte ich mein Glück mit einer Heckenschere mit sehr langen Scherblättern. Seither wachsen die drei Rosen noch buschiger und sind kaum zu bremsen. Ich kann diese Methode nur wärmstens empfehlen. Die Arbeit ist ruckzuck getan und mit einem langen Scherblatt bekommt der Rosenstock leicht und schnell eine elegante Bogenform. Jährlich reduziere ich die Rosengruppe um gut 30 bis 40 Prozent seiner Höhe und das bekommt ihr sichtlich gut.

Und wenn dann die Zeit der Rosenblüte kommt, führt kein Weg an Lieblingsrose Bonica vorbei. Rosarote Blüten dicht an dicht, umschwärmt von unzähligen Bienen. Der Duft ist schwach aber durchaus wahrnehmbar und für die Kamera finde ich frühmorgens die allerschönsten und romantischsten Motive.

Rosenbild Zuckersüße Bonica begeistert auch am Fichtelberg

Eines davon hat nun eine Oberfränkische Kundin aus Fichtelberg für sich entdeckt. Der anerkannte Luftkurort Fichtelberg gehört zu Bayreuth und liegt am Südosthang des Ochsenkopfes. Was auch bedeutet: Dort ist es immer ein gutes Stück kälter als im restlichen Franken. Andererseits ist Fichtelbergs Lage natürlich wunderschön. Geprägt durch Erzabbau, alte Glashütten und in Vorkriegszeiten vor allem bekannt durch Gablonzer Glasbläser, die Modeschmuck und Knöpfe produzierten … bis nach dem Krieg die Produktion nach Neugablonz ins West-Allgäu bei Kaufbeuren verlegt wurde. 18.000 Vertriebene kamen so von der Region Gablonz ins Allgäu und fingen dort ein neues Leben an. Aber dies nur nebenbei bemerkt. Wer sich für diesen Teil deutscher Nachkriegsgeschichte interessiert, findet einiges bei Wikipedia.

Heute ist die Region rund um den Ochsenkopf, Fichtelberg und Bayreuth vor allem durch Fremdenverkehr und Wintersport geprägt. Aus Gründen!

Weitere Blumenbilder mit Rosen in vielen Variationen und Farben.