Warum ist Regenwasser im Winter wichtig?

Zimmerpflanzen lieben Regenwasser. Es ist weich, enthält keinen Kalk und ist ph-neutral. Das bedeutet, Sie können mit Regenwasser Zimmerpflanzen besprühen, ohne Kalkflecken auf den Blättern zu riskieren. Sie müssen nur darauf achten, dass das Gießwasser Zimmertemperatur hat, damit die Wurzeln beim Gießen keinen Kälteschock erleiden. Das kriegen Sie sicher hin! Bleibt die Frage, woher das Regenwasser im Winter kommt, wenn Regenfass und Zisterne wochenlang nichts mehr liefern?

Woher Regenwasser im Winter ?

Wer einen Garten besitzt, hat vermutlich mindestens eine Regentonne. Noch besser dran sind Besitzer einer Zisterne. Ist sie groß genug, reicht das gesammelte Wasser, bis auf extrem lange Trockenzeiten, fast das ganze Jahr. Doch im Winter werden die meisten Regentonnen entleert, damit sie bei Frost nicht platzen. Die Wasserpumpe, die sonst Wasser aus der Zisterne pumpt, ist bei vielen Systemen ebenfalls den Winter über frostfrei untergebracht. Was also tun? Woher Regenwasser im Winter nehmen?

Wie und wo Regenwasser lagern?

Die einfachste Lösung: Füllen Sie im Spätherbst Gießkannen, Kanister und Eimer mit Regenwasser und stellen Sie diese in einen frostfreien Raum. Das kann der Keller sein, das Winterquartier Ihrer Kübelpflanzen, ein kaltes Treppenhaus, eine frostfreie Garage oder auch ein Schuppen.
Sobald eine Kanne verbraucht ist, füllen Sie diese sofort wieder mit Wasser aus der Tonne auf, sofern diese noch nicht auf dem Kopf steht.

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Regenwasser im Winter sammeln. Wie geht das?

Auch im Winter gibt es viele frostfreie Regentage. Stellen Sie dann kurzfristig einen Eimer oder eine Gießkanne dort auf, wo sonst die Regentonne steht, fangen Sie das Regenwasser auf und füllen Sie damit ihren Vorrat wieder auf.

Sammeln Sie Schnee. Schnee ist auch nichts anderes als Regenwasser, hat jedoch deutlich mehr Volumen. Bis ein Eimer Schnee voll mit Regenwasser ist, müssen Sie allerdings mehrfach Schnee nachfüllen.

Regenwasser sammeln auf dem Balkon?

Sie können auch Regenwasser auf dem Balkon sammeln. Allerdings sollten Sie dafür unbedingt auf die Statik achten und ggf. den Vermieter um Erlaubnis bitten. Sofern ein Fallrohr vorhanden ist, schließen Sie daran einen selbst schließenden Regensammler mit Schlauch und stellen Sie darunter einen kleinen Sammelbehälter auf.

Was tun mit der Regentonne im Winter?

Regentonnen aus dünnwandigen Kunststoff halten leider keinen Frost aus. Kurzfristig überstehen sie ein paar Minusgrade, aber sobald die Eisschicht dicker wird und das Eis nicht schnell genug nach oben ausweichen kann, platzt die Tonne.  Regenfässer aus Holz sind durch ihre bauchige Form besonders empfindlich. Frost schlägt Holzfässern schnell den Boden aus und das ist besonders bedauerlich. Daher:

  • Leeren Sie sowohl Regentonnen aus Kunststoff, als auch Holzfässer rechtzeitig vor Wintereinbruch.
  • Stellen Sie Kunststofftonnen auf den Kopf, und/oder in Garage oder Schuppen.
  • Holzfässer sollten auch im Winter draußen und der Witterung ausgesetzt bleiben. Stellen Sie dazu das Fass kopfüber auf ein paar Pflastersteine oder Latten. Dies ist wichtig, damit Luft zirkulieren kann und das Holz nicht fault. Drehen Sie das jedoch schon im Spätwinter / Vorfrühling wieder richtig herum auf und füllen es wieder bis zum Rand mit Wasser. Dies ist besonders in sehr milden, regenarmen Wintern wichtig. Steht ein Holzfass zu lange trocken, schwinden die Dauben und das Fass wird undicht.

Lesen Sie im Schwesterblog “Wo Blumenbilder wachsen” wie Sie den Garten und vieles drumherum winterfest machen.

Regenwasser im Winter, auch für Zimmerpflanze Peperomia obtusifolia, Zierpfeffer.

Zimmerpflanze Peperomia obtusifolia, Zierpfeffer, gedeiht auch im Winter bestens. Sie wird ausschließlich mit Regenwasser gegossen.

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