Islandmohn ist eine winterharte, aber kurzlebige Staude, die sich selbst aussät, Vasen immer wieder mit Schnittblumen füllt und dabei laufend Motive für sonnige Blumenbilder liefert. Gute Laune ist bei Betrachtern und Gartenfreunden stets garantiert.

Seit Ende März blüht Island-Mohn, Papaver nudicaule, unermüdlich in den schönsten sonnigen Farben. Während seine Sämlinge sich letztes Jahr noch schwertaten (und ich mit ihrer Winzigkeit), ist der einzigartige Mohn aus dem hohen Norden derzeit im Garten nicht zu übersehen. Seine gelben, weißen und orangen Blüten haben eine enorme Fernwirkung. Der filigrane Wuchs und eifrig umher zappelnde Blüten erledigen den Rest.

Islandmohn liebt es kühl und feucht.

Sein Name und die Herkunft Island sind Programm: Der Mohn aus dem hohen Norden bevorzugt frische feuchte Böden und halbschattige Standorte, nur im Frühling nimmt er auch mit Südlagen vorlieb. Er mag es nur nicht zu heiß. Wird es über 25 Grad warm, braucht er zumindest viel Wasser, um zu überleben. Und Standortpartner, die ihn ein wenig beschatten. Ein kühler, am besten windarmer Standort ohne knallheiße Mittagssonne, ist optimal.

Vorsicht: Dieser Mohn braucht deutlich mehr Platz als gedacht. Die Blumenstängel wachsen öfter mal kreuz und quer. Das kann natürlich auch an den starken Winden liegen oder an herum streifende Katzen. Wer weiß das schon. Verblühtes lässt sich ganz einfach mit der Hand herausbrechen. Achtung, ziehen Sie beim Ausputzen bloß nicht zu stark, sonst bricht unten gerne mal die Pflanze an der Wurzel ab.

Gut für den Vasenschnitt, aber streng für die Nase.

Für die Vase sollten Sie den Mohn frühmorgens noch knospig schneiden. Er hält sich dann immerhin zwei, drei Tage. Allerdings riechen die Blüten, zumindest für mich, ein wenig streng. Dieser Blumenstrauß ist deswegen besser auf dem Sideboard aufgehoben, als auf dem Tisch.


Islandmohn blüht fast das ganze Jahr

Wenn Sie das Verblühte regelmäßig entfernen, können Sie sich bis in den späten Herbst hinein über laufend neue Blüten freuen. Mehr noch. Schon im August finden Sie sicher da und dort Sämlinge des Islandmohns. Seine graugrünen, tief gefurchten Blätter sind unverkennbar. Freuen Sie sich und setzen Sie verstreut wachsende Jungpflanzen am besten wieder in kleine Tuffs. Die jungen Pflanzen blühen schon wenig später im Herbst und trösten über so manchen grauen Novembertag hinweg.

Für mich gehört Islandmohn zu den lohnenswerten Dauerblühern im Garten – Blumenbilder mit Islandmohn sorgen gleichzeitig im Haus stets für gute Laune. Besser geht’s wirklich nicht, oder was meinen Sie?

Blumenbild Islandmohn: Swinging Poppys

Blumenbild Islandmohn auf Leinwand: Swinging Poppys

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