Gestern habe ich sie entdeckt und ich bin mir fast sicher, vorgestern stand der Tuff Zwerg-Iris (Iris reticulata) noch nicht da. Doch heute Morgen dann die Überraschung. Blau-violette Blüten im ansonsten nackten Blumenbeet. In kleinen Tuffs schieben sie sich aus der groben Scholle und die Frage, wie sie es wohl schaffen, so sauber und schön dem Dreck zu entkommen, bleibt wie immer offen. Fest steht: Es ist Mitte März und für wenige Tage darf ich mich über die winzigen Überraschungsgäste freuen. Mehr als zehn bis fünfzehn Zentimeter hoch werden die Zwerge zur Blütezeit nicht. Nur ihre Blätter schaffen das – aber erst nach der Blüte. Dann wachsen die dünnen, lanzettartigen Blätter lang und  immer länger durch den Frühling und hören erst im Frühsommer zu wachsen auf. Dann, wenn die Gärtnerin schon längst verdrängt oder vergessen hat, zu wem das vermeintliche lange Gras gehört. Danach beginnt es gemächlich vor sich hin zu welken und kann weg. Am besten gleich zusammen mit dem zotteligen langen Blätter der Krokusse und Traubenhyazinthen. Spätestens im Juni ist es soweit – zumindest in meinem Garten.

Die Zwerg-Iris ist immer für eine Überraschung gut.

Die Zwergiris ist, wie viele anderen Arten der Schwertlilien (Iris) leicht giftig und kann bei Allergikern zu Hautreizungen führen. Gottlob gilt das nicht für die wunderbaren Blumenbilder mit den zauberhaften Zwerg-Iris. Hier gilt nur: Gucken und sich in das tiefe Violett verlieben geht nullkommanix. Ihre wunderschöne Farbe ist wohl auch der Grund dafür, warum die Zwerg-Iris, sowohl als Blumenbild, als auch für ihren Einsatz im Blumengarten so begehrt ist. Lila, Violett, Purpur sind derzeit eben überall sehr gefragt, verraten Mode- und Einrichtungsblogs und Magazine landauf, landab. Lila-Violett wirkt edel und leicht mondän – und das sehen nicht nur Frauen wirklich gern.

 

Blumenbild auf Leinwand Zwerg-Iris

Blumenbild auf Leinwand Zwerg-Iris

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