Ein Blick in meine Blumengalerie beweist: Jede Blume hat ihren Reiz. Und doch besagt die Statistik: Orchideen- und Rosenbilder sind begehrter als alle anderen Blumenbilder. Bilder von Rosen werden fast doppelt so oft gesucht als Wandbilder anderer Blumen. Zu Weihnachten wollen Schenkende anscheinend auf Nummer sicher gehen und verschenken lieber Blumenbilder mit eindeutiger Ich-liebe-dich-Symbolik statt solche, die schön, jedoch unverbindlich sind. Dabei ist es so, dass die Sprache der Blumen unverändert auch für Blumenbilder gilt – sofern Schenkende und Beschenkte daran glauben. Deshalb zur Abwechslung:

Die Sprache der Blumen, neu interpretiert.

  • Rosen: Ganz klar, sie ist die Königin unter den Blumen und gilt als die Blume der Liebe. Wer ein Rosenbild verschenkt, sagt „Ich liebe dich“ und bekennt sich offen zu der so Beschenkten. Wenn man die Sprache der Blumen noch genauer nimmt, unterscheidet bei Rosen sogar nach ihrer Farbe. Weiß steht für zustimmende Liebe, Treue und das Schweigen. Gelbe Rosen fragen: „bist du mir auch treu“. Rote Rosen sagen „ich liebe dich“.
  • Orchideen: Die Blume, die für das Reine, Unschuldige, Jungfräuliche, Schöne und Elegante steht. Andererseits heißt es im Wörterbuch der Blumensprache: Bitte nimm Rücksicht auf mich.
  • Gladiole: Stolze aufrechte Schönheit. In Blumenstrauß verschenkt sagte sie „sei nicht so stolz“ – das selbst gewählte Blumenbild spricht dagegen: Ja, ich bin stolz auf mich und das ist auch gut so.
  • Akelei: Ich halte dich für einen Schwächling.
  • Chrysantheme: Mein Herz ist frei.
  • Alpenveilchen / Cyclamen: Du bist mir gleichgültig.
  • Dahlie: Ich bin schon vergeben.
  • Krokus: Ich muss mir das noch überlegen und brauche noch Zeit, mich zu entscheiden. Heißt auch, wer ein Krokusbild geschenkt bekommt, sollte nicht verzagen, sondern gelassen abwarten und sich einstweilen von der besten Seite zeigen.
  • Küchenschelle: Schellt sie uns den Mittag ein?
  • Herbstzeitlose: Meine besten Tage sind vorbei.
  • Glockenblumen: Unsere Herzen schlagen im gleichen Takt. Na bitte – was für ein schlagendes Argument für dieses liebreizende Wiesenbild mit wilden Glockblumen.
  • Gänseblümchen/Bellis: kindliche Unschuld. Aber wehe, wenn sie zum Kochen kommt. Wie bei „Exploding Daisy“ eindrucksvoll zu sehen ist. Unschuld ja, aber bestimmt nicht langweilig.
  • Iris: Ich stehe zu dir! – Na, das will ich doch hoffen.
  • Hyazinthe: Deine Kälte lässt mich schmachten. Ist das gleichbedeutend mit romantisch verklärter Liebe? Bei diesem Hyazinthenbild könnten man es fast meinen.
  • Flieder: Wirst du mir treu sein?
  • Jasmin: Du bist einfach hinreißend und bezaubernd schön.
  • Lavendel: Ich werde mein Ziel bestimmt erreichen.
  • Mohn: Man muss im richtigen Augenblick schweigen können. Kunststücki: Der Mohn hat gut reden. Niemand übersieht ihn, selbst wenn er schweigend im Felde steht.
  • Kornblume: Ich gebe die Hoffnung nicht auf.
  • Lilie: Glaube, Reinheit und Edelmut.
  • Löwenmäulchen: Du bringst meine guten Vorsätze ins Wanken.
  • Mädchenauge: Du bist die Schönste.
  • Malve: Schönheit, aber auch: sei nicht so abweisend.
  • Nachtschatten: Deine Eifersucht ist unbegründet.
  • Narzisse: Du bist ganz schön eitel. – Pah! Wer so brilliert, darf auch eitel sein. Meint die Blumenfotografin.
  • Nelken nehmen eine Sonderstellung ein und haben in jeder Farbe eine andere Bedeutung. Gelb: Ich verachte dich. Rot: Ich liebe die heiß und inniglich. Weiß: Ich bin noch zu haben.
  • Ranunkel: Du bist zauberhaft.
  • Tulpe: Du bist zu keiner echten Empfindung fähig. He, he – wie niederschmetternd. Wenn es so ist, mag es vielleicht besser sein, sich selbst mit Tulpen zu beschenken – und mit einem schönen Tulpenbild.
  • Blaues Veilchen: Geduld oder du bist sehr bescheiden. Auch Demut.
  • Vergissmeinnicht: Es trägt die Bedeutung ganz offen im Namen.
  • Winde / Trichterwinde / Prachtwinde: Mich wirst du nicht los. Gärtner wissen auch warum das so ist.
  • Zinnie: Gedanken an einen abwesenden Freund.
  • Allium: Du bist falsch.