Ist es Zufall oder liegt es wirklich gerade nur am Wetter, dass derzeit so viele Anfragen zu Flieder eintrudeln. Als Leinwandbild oder Fototapete ist fast egal, so lange das Format groß genug ist. Die Menschen, so scheint es, gieren nach Frühling, Wärme und nach dem süßen Duft dieser herrlich üppigen Frühlingsboten.

Da bietet es sich doch an, mal etwas über das Gehölz Flieder selbst zu schreiben. Wie er im Garten wächst und was man als Hobbygärtner über den Flieder wissen sollte. Los geht’s:

Obwohl der gewöhnliche Flieder (Syringa vulgaris) zu den ältesten Blütensträucher gehört und in keinem Bauerngarten fehlen durfte, wurde er in den letzten Jahren ein wenig gemieden. Das liegt wohl daran, dass der normale Flieder schnell zu einem richtig mächtigen Strauch heranwachsen kann und dann kaum noch zu bändigen ist. Fünf bis acht Meter hoch kann er ohne weiteres werden und um dieses stattliche Maß zu erreichen, braucht der Hobbygärtner noch nicht einmal einen grünen Daumen.

Der Flieder liebt einen Standort in voller Sonne, wenn er ihn nicht hat – egal. Er wächst dennoch. Stets dem Licht entgegen und setzt dann eben nur ein paar Blüten weniger an und neigt dazu, eher licht als dicht zu werden. Lange Trockenheit im Sommer? Sandiger Boden? Auch egal. Der Flieder ist hart im Nehmen und verzeiht selbst Wind und lange Trockenzeiten ohne schlapp zu machen. Das gilt aber nur für gut angewachsene Exemplare. Frisch gepflanzter Flieder, zumal Exemplare der edlen Sorten, freuen sich bei Trockenheit durchaus über Wassergaben aus dem Schlauch.

Die Alternative für kleine Gärten: Edel-Flieder und kanadischer Flieder

Seitdem die Baumschulen Edel-Flieder und die so genannten Preston-Hybriden aus Kanada vermehrt im Sortiment haben, wächst das Interesse an diesen dankbaren Blütensträuchern zunehmend. Kanadischer Flieder, so genannte Preston-Hybriden tragen filigranere Blüten als normaler Flieder und blüht auch etwas später im Jahr. Dafür bleibt er buschig, wächst sehr langsam und kann leicht im Zaum gehalten werden. Der Duft seiner zarten Blüten ist um so imponierender: süß, schwer und unverwechselbar.

Flieder schneiden: Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an.

Wichtig bei allen Fliedersorten ist der Schnitt NACH der Blüte (Ende Mai). Schneiden Sie alle verblühten Blütenstände oberhalb von zwei starken Seitenknospen ab. Dadurch wird die Samenbildung verhindert. Zudem regt der Rückschnitt zum Ausbilden neuer Blütenknospen an. Alte, vergreiste Fliederbüsche können ohne weiteres verjüngt werden. Dazu schneiden Sie die Hauptäste ca. 40-60 cm über dem Boden ab. Im Laufe des Sommers bilden sich dann rasch neue grüne Triebe.

Sehr schön wirken auch Fliederbäumchen. Sie entstehen, wenn man bei einem jungen Fliederbusch nur den stärksten Haupttrieb an einen Stab bindet und senkrecht nach oben wachsen lässt und gleichzeitig alle Seitentriebe entfernt. Baumschuler propfen gerne eine zweite oder dritte Sorte eines Edel-Flieders auf einen so gezogenen Fliederstamm. Ein Tribut an die winzigen Gärten unserer Zeit. Stimmt der Standort und die Pflege (regelmäßiges Abschneiden alter Blütenstände und falsch wachsender Triebe) wirkt so ein „Fliederbaum“ sehr attraktiv. Ein botanisches Schmuckstück für Garten und Hof.

Fliedersträuße für die Vase schneiden.

Schon unsere Großmütter wussten: Flieder ist heikel in der Vase, sieht dort jedoch traumhaft aus. Von meiner Großmutter stammen auch diese Kniffe:

  • Wenn die ersten kleinen Blüten an einer Rispe sich gerade öffnen, ist der richtige Zeitpunkt, einen Fliederzweig für die Vase zu schneiden.
  • Flieder (wie alle Blumen) nur früh am Morgen mit einer guten Rosenschere / Gartenschere schneiden.
  • Möglichst viel Grün entfernen. Lieber einen oder zwei grüne Zweige ohne Blüte zusätzlich in die Vase stellen.
  • Den verholzten Zweig erst schräg anschneiden und dann von unten circa 10 Zentimeter lang kreuzweise einschneiden (so wie Rosenkohl).
  • Manche gehen sogar so weit und klopfen mit einem Hammer das untere Ende des Zweiges weich. Sie können es probieren und werden feststellen, dass Flieder außerordentlich hart und widerspenstig ist. Abgesehen davon entsteht durch das Weichklopfen sehr viel „Matsch“. Bakterien haben leichtes Spiel und verstopfen die Leitungsbahnen. Somit wird das Klopfen der Spiele heutzutage eigentlich nicht mehr empfohlen.

Fliedersträuße sind oft sehr schwer und kopflastig. Deshalb sollten Sie auch bei der Wahl der Vase darauf zu achten, dass diese wirklich stabil ist und einen breiten Stand hat. Ich habe recht gute Erfahrungen mit alten Steinguttöpfen und Krügen gemacht. Doch in dickwandigen schweren Glasvasen sieht Flieder fast noch schöner aus.

Lila Flieder auf Leinwandbild, Stoffbanner oder Fototapete

Die Flieder-Saison ist kurz. Flieder in der Vase hält nur wenige Tage und auch im Garten ist der Flieder schnell verblüht. Der Sommer naht mit ersten heißen Tagen – da ist es mit der Pracht der meisten Blütengehölze sehr rasch vorbei. Da trifft es sich doch wirklich gut, dass es diese wunderbaren lila Fliederblüten auch zum dauerhaften Dekorieren der Wohnung gibt. Als Blumenbild auf Leinwand und im Keilrahmen gespannt sorgen die Trendfarben Lila und Grün für Mai-Stimmung und für gute Laune.

Und für den Fall, Sie mögen Blumenbilder am liebsten riesengroß: Die maßgeschneiderte Fototapete macht auch diesen Traum vom Flieder im Handumdrehen wahr.

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