Die Rose Graham Thomas ist eine Weltrose, sagt der Weltrosenverband. Das ist völlig untertrieben, denn die Englische Rose Graham Thomas, die auch unter dem Synoym Lemon Parody geführt wird, ist ein wahres Goldstück im Garten.

Diese Rose muss für den Züchter David Austin ein echter Glücksfall sein. AUSmas, so der offizielle registrierte Name, führt schon seit 1983 die Bestenliste seiner gelben Strauchrosen an. Eltern dieser einmalig schönen Rose sind übrigens Charles Austin und Iceberg, eine Floriabundrose von Kordes (1958).

Was Rose Graham Thomas so einzigartig macht.

Graham Thomas blüht überreich, duftet herrlich und bildet im Laufe der Zeit einen stattlichen, aufrechten Strauch mit dunkelgrünem, glänzenden Laub und nur wenigen Stacheln. Eine perfekte Rose – auch für üppige Rosensträuße in der Vase.

Englische Strauchrose Graham Thomas

Englische Strauchrose Graham Thomas

Das Beste für meinen Garten ist jedoch: Rose Graham Thomas hält pralle Sonne aus. Nein, das ist leider nicht selbstverständlich für die Mehrzahl der Englische Rosen. Schon so manche David Austin-Rose sind an meinem Südhang gescheitert und mussten umziehen ins Westbeet oder sogar ganz auf die Nordseite des Haus. Nicht so Graham Thomas. Ihr machen Hitze und längere Trockenperioden scheinbar wenig aus. Der straff aufrechte Wuchs mag anfangs nicht gefällig sein, doch das änderst sich, sobald die Strauchrose etwas größer ist und ihre voll besetzten Rosenzweige sich gen Boden neigen. Dort treffen sie dann auf üppig blühende große Lavendelbüsche und sorgen für reichlich Verwirrung beim Betrachter. Wie jetzt, Rosen und Lavendel so dicht bei einander? Wie geht denn das? So, erkläre ich interessierten Rosenfreunden im Gartenblog nebenan. Ein Geheimnis aus meiner gärtnerischen Trickkiste.

Rosenbild Graham Thomas an Lavendel

Rosenbild Graham Thomas an Lavendel

Dieses Jahr hat Spätfrost Graham Thomas mächtig zugesetzt, doch siehe da. Mitte Juni steht der Rosenstrauch wieder in voller Blüte. Etwas kleiner als sonst, doch stark genug, neu auszutreiben und verlorene Zweige durch neue zu ersetzen. Nach 17 Jahren im Beet ist noch lange nicht Schluss mit dieser prächtigen, sehr empfehlenswerten Englischen Rose.

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