Was auf den Feldern im Juni Klatschmohn ist, ist Türkischer Mohn in Gärten. Meist präsentiert er sich breit und überaus prächtig, lockt Hummeln und Bienen ohne Ende an und zeigt sich für drei Wochen von seiner besten Seite. Doch dann ist plötzlich Schluss damit. So prächtig Türkischer Mohn bis dahin auch ist, nach der Blüte zieht er sich völlig zurück und macht Platz für andere Stauden und Sommerblumen. Missen möchte ich diesen Orientalischem Mohn dennoch nicht. Nur als Schnittblume in der Vase eignen sich diese Mohnblumen leider nicht. Kaum geschnitten, wird er schlapp wie ein alter Sack, was das Fotografieren im Studio fast unmöglich macht.

Was tun, wenn es freigestellter Mohn sein muss?

Blumenbild leuchtend roter Mohn vor weißem Hintergrund

Blumenfotografie aus der Trickkiste

Nach langem Probieren mit Lichtzelt, Diffusoren im Garten und allerlei Brimborium bin ich auf diesen Trick gekommen: Ich hänge den Mohn mit der Blüte nach unten auf.

Das Ganze muss jedoch rasch geschehen, jede zeitliche Verzögerung straft die Blüte mit fallenden Blütenblättern und laschen Blütenstiel. Es gilt also Fotostudio, Licht, Hintergrund und Kamera gut vorzubereiten. Dann raus in den Garten, Mohn schneiden, rasch ins Studio, mit dem Stiel nach oben an den Galgen hängen und dann geht’s los.

Mohn ist beileibe nicht die einzige Blume, die sich im Fotostudio auf normalen Weg einfach nicht fotografieren lässt. Blauer Lein ist noch viel schlimmer. Er schließt sämtliche Blüten, sobald man mit ihm ins Haus geht. Dafür schützt noch nicht einmal ein heller Platz am Fenster.

Weitere Blumenbilder mit Mohn in verschiedenen Variationen