500 Gartenideen

Christina Freiberg

500 Gartenideen

Einfach, praktisch, inspirierend

Fotos von Marion Nickig

352 Seiten, ca. 350 Farbfotos

23 x 24 cm, gebunden

€ [D] 29,95 / € [A] 30,80 / sFr. 40.90

ISBN: 978-3-7667-2113-6

Einen Garten von Grund auf neu anzulegen ist das Eine. Einen Garten immer wieder neu zu denken, etwas völlig anderes. Die Neuanlage eines Gartens ist eine gewaltige Herausforderung, sowohl finanzieller, als auch zeitlicher Art. Bagger rücken an, Erde wird geschoben, Steine werden gesetzt, Wege angelegt und erst ganz am Schluss kommen neue Pflanzen mit ins Spiel. Im Laufe der folgenden Monate zeigt sich rasch, ob Pflanzengemeinschaften so wirken, wie erhofft. Grobe Planungsfehler erkennt man zum Glück recht schnell und kann beherzt dagegen vorgehen, um zu eng gewählte Pflanzabstände oder eine falsche Sortenwahl zu korrigieren.

Oft sind es die kleine Ideen, die den Unterschied im Garten machen.

Andere Änderungswünsche reifen erst im Laufe der Jahre heran, beispielsweise wenn Kinder geboren werden oder anders herum, der ehemalige Spielgarten zu einem Erholungsgarten werden soll. Dann werden anstatt einer Spielwiese lauschige Sitzplätze gebraucht. Ein Wasserspiel, das man sich bis dahin vielleicht verkniffen hat, zieht dann endlich in den Garten für Erwachsene ein. Oder wenn aus einem intensiv genutzten Familiengarten ein bequemer, Senioren gerechter Garten mit Hochbeeten und breiten, gepflasterten Wegen werden soll.

Garten ist Veränderung

Was alle bekennende Gartenfreunde eint, ist ihre Lust, ein Stück Lebensraum frei zu gestalten. Ob dies allerdings immer wunschgemäß gelingt, ist keine Frage des Budgets, sondern einer guten Idee. Und genau damit punktet das Buch „500 Gartenideen“ von Christina Freiberg.

Es ist weder Ratgeber, noch ein Buch, das man von A-Z in einem durchliest obwohl man es durchaus könnte. Denn die Texte sind sowohl kurz als kurzweilig geschrieben. Jede Idee, ein erläuternder Absatz mit einem kreativen Gestaltungsansatz, der bewusst nicht durch detaillierte Arbeitsanweisung anstrengen will, sondern schlicht Raum lässt für die eigene Fantasie. Dazu 350 inspirierende Bilder der Fotografin Marion Nickig.

500 Gartenideen, die Gartenfreunde inspirieren.

Das Buch zu durchblättern macht riesigen Spaß, denn es listet nicht all die Hinderungsgründe auf, an denen ein Projekt vielleicht scheitern könnte (Geld, Gelände, Arbeit), sondern zeigt, wie schön das Ergebnis aussieht und lobt in zwei, drei Sätzen dessen Vorteile. Ein Beispiel, das mit auf Anhieb besonders gefallen hat, ist eine im Natursteinpflaster integrierte LED-Lichtleitfaserbeleuchtung. Bislang wusste ich nicht, dass so etwas komplett ohne Verkabelung auskommt und sich auch nachträglich in meinem Gartenweg einbauen lässt. Tolle Idee!

Andere Ideen sind dagegen leider etwas banal. Beispiel Tipp Nr. 222 „Hochwüchsige Stauden benötigen eine stabile Stütze. So kann man verhindern, dass die Triebe bei starkem Wind oder Regen umknicken. Dekorative Staudenhaltern sind dabei auch optisch eine Bereicherung im Beet.“ Das Foto zeigt Pfingstrosenknospen an einer verschnörkelten schmalen Eisenstütze, bei der ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, wie diese die gesamte Pfingstrose rundherum stützen könnte. Aber nun gut. Es soll vielleicht ja nur ein Beispiel einer Stütze und einer stützwürdigen Pflanze sein. Immerhin zeigt Tipp 190 eine weitere Möglichkeit, Pfingstrosen zu stützen, nämlich mit einem quer liegenden Maschendrahtzaun in 30 Zentimetern Höhe.

Fazit: 500 Gartenideen von Christina Freiberg ist ein inspirierendes Buch für Gartenliebhaber, die immer wieder auf der Suche nach Ideen für ihren Garten sind und die dabei nicht auf konkrete Anleitungen oder Bezugsquellen aus sind, sondern einfach nur sehen möchten, was alles möglich und denkbar wäre. Das Buch besticht außerdem durch 350 wunderschöne und zugleich anschauliche Gartenfotos sowie durch kompaktes Expertenwissen rund um Garten, Pflanzenschutz und nachhaltiges Gärtnern.

Die Autorin

Als Geografin und Ökologin beschäftigt sich Christina Freiberg mit den Netzwerken in der Natur und schreibt darüber in Büchern, Magazinen und in ihrem Blog Saat und Tat. In ihrer Wahlheimat München sieht sie ein „Paradies für grüne Daumen und alle, die gern im Freien und dabei mit sich selbst im Reinen sind“.

Die Fotografin

Marion Nickig ist Fotografin diverser renommierter Garten- und Wohnzeitschriften im In- und Ausland sowie zahlreicher Bücher, Kalender und Postkarten. Bei Callwey hat sie bereits an vielen Titeln maßgeblich mitgewirkt, zuletzt bei „Ein Garten ist niemals fertig“.