Lavendel ist toll. Er wächst auf trockenen Böden, braucht kaum Streicheleinheiten, kein Gießwasser, keinen Dünger, duftet wundervoll, zieht Bienen, Hummeln und allerlei Schmetterlinge wie magisch an und sieht auch noch schön aus. Eigentlich das perfekte Modell für Blumenbilder.

Auf der anderen Seite muss der Lavendelstrauch schon bald nach der Blüte geschnitten werden, dann treibt er bis zum Herbst noch ein zweites Mal aus. Wer nur einen Lavendelstock hat, macht das mit der Gartenschere. Wer dagegen wie ich große und viele Lavendelsträucher hat, rückt mit der großen Heckenschere aus. Das hab’ ich gestern noch spät abends gemacht und mich gewundert, wie viel Lavendelkraut inzwischen zusammenkommt. Zwei Schubkarren voll mit verblühtem Lavendel warten nun auf den nächsten Akt: häckseln. Anschließend verteile ich das duftende Lavendel-Gehäcksel ins Staudenbeet zwischen Sommerblumen und Stauden. Die Chancen stehen gut, dass so heimlich, still und leise neue Lavendelsträucher unter dem Schutz der Mulchschicht heranwachsen. Die Natur ist diesbezüglich ja recht erfinderisch und wie das genau funktioniert, erkläre ich im Gartenblog

Wo Lavendel von alleine wächst, gedeiht er besonders gut.

Lavendel, der sich irgendwo im Garten, zwischen den Fugen des Weges oder im Schotter am Haus entlang selbst aussähen, am robustesten. Dort wo sich ein Lavendelsämling niedergelassen hat, sollte man ihn nach Möglichkeit auch lassen. Bei mir ist so ein sonderlicher Platz ausgerechnet auf der Nordseite des Hauses unter der Traufe im absolut trockenem Schotterbett. Dort kommt Wasser nur tröpfchenweise hin – im Winter. Aber diesem Lavendelstrauch geht es ganz besonders gut: Fällt nicht um, ist gesund, blüht spät aber dafür um so länger. Einfach toll.

 

Lavendel, Blumenbild auf Leinwand

Lavendel, Blumenbild auf Leinwand

 

 

Falls Sie auch schon probiert haben, Lavendel schön zu fotografieren, haben Sie es bestimmt bemerkt: einfach ist das nicht. Zumindest dann nicht, wenn der Lavendelstrauch kein Lavendelfeld hinter sich hat und für einen schönen Hintergrund sorgt. Die verhältnismäßig langen dürren Stiele erlauben einen Blick auf den Hintergrund und der sollte unbedingt zum restlichen Stil des Bildes passen. Gehwegplatten, Betonpflanzsteine, Hauswände, profane Wiesen gehören schließlich zu den Dingen, die niemand in einem Blumenbild sehen mag. Wenn Sie das Thema Blumenfotografie interessiert, erfahren Sie ein paar Praxistipps in meinem Fotokurs Blumenfotografie.

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