So lecker und vielseitig sehen die kulinarischen Seiten des Landlebens aus: 200 Rezepte für Suppen, Salate, Fisch- und Fleischgerichte, Mehl- und Nachspeisen.

Wer in Deutschland zu Hause ist, kennt auch Landfrauenrezepte. Es sind typisch deutsche Gerichte,  zum Teil echte Klassiker, die schon seit Generationen immer wieder auf den Tisch kommen. Was die meisten Rezepte verbindet, ist ihre Einfachheit. Eine Seite pro Rezept plus ein ganzseitiges Foto genügen vollkommen, um (geübten) Köchen den Weg zu weisen. Denn es wird zwar schmackhaft gekocht und mit frischen Zutaten – aber auf Chichi wird wohlweislich verzichtet. Ebenso auf exotische Zutaten oder auf irgendwelche Kräuter und Gewürze, die nicht im heimischen Garten wachsen oder im  (Dorf-)laden um die Ecke zu haben sind. Die Zutaten kommen allesamt aus der Region. Alle Rezepte sind kurz und bündig dargestellt. Und wer auch nur ein bisschen Erfahrung im Kochen mitbringt, kommt mit den knappen Angaben bestens zurecht.

Was mir an dem Rezeptbuch Landfrauenküche jedoch ein bisschen fehlt, ist Raffinesse. So unterscheidet sich das Rezept für Sauerbraten nicht vom Grundrezept eines Schulkochbuchs. Dabei haben doch gerade erfahrene Landfrauen ihre speziellen Kniffe, um ein gutes Gericht in ein echtes Lieblingsgericht für die ganze Familie zu verwandeln.

Landfrauenküche richtet sich an alle, die schon ein bisschen Kocherfahrung mitbringen und deutsche Klassiker ganz einfach mal ausprobieren möchten. Spaß am Kochen und Experimentierfreude schaden dabei nicht.

Kochbuch Landfrauenküche

Landfrauenküche. Die 200 besten Rezepte

Doris Bopp, Gabriele Lehari, Oda Tietz,

Verena Isele, Wolfram Martin, Karolina Fell

2010. 384 S. 200 Farbfotos.

ISBN 978-3-8001-4976-6. 12,95 EUR

Ulmer Verlag