Website-Icon Blumenbilder.org

Tot gesagte Trockenblumen leben länger

Trockenblumen sind wieder da | Lampionblume erst im Garten, dann im Trockblumenstrauß

Trockenblumen sind wieder da | Lampionblume erst im Garten, dann im Trockblumenstrauß

Hätten Sie gedacht, dass Trockenblumen neuerdings wieder in Mode sind? Ja, wirklich! Auf Instagram und Pinterest zeigen Floristen und Blumenfreunde, wie großartig sich getrocknete Blumen und Gräser zu Gestecken und Sträußen binden lassen. Daran ist sicher nicht nur der Winter schuld.

Erst die Mode der 70er-Jahre, danach folgen Trockenblumen

Es war eher wohl nur eine Frage der Zeit, bis, neben der Mode aus den 1970er-Jahren, auch Accessoires (große Brillen) und die typischen Blumen des Flower-Power-Jahrzehnts wieder begehrt und angesagt sind. Mit einem Unterschied: Damals waren Trockenblumensträuße eher der Sparsamkeit  und Notwendigkeit geschuldet. Die kluge Landfrau und / oder Messnerin erntete während des Sommers Blumen, Gräser und Getreideähren, trocknete sie und schmückte im Winter damit wochen- und monatelang ihr Haus.

Als Blumensträuße noch purer Luxus waren

Warum? Weil frische Blumensträuße kaum eine Woche halten. Zudem waren Blumen in den 70er-Jahren vergleichsweise teuer. Der wöchentliche Blumenstrauß vom Discounter für keine 3 Euro gab es damals noch nicht. Nur „richtige“ Blumenläden und Fleurop. Selbst Tankstellen hatten damals noch keine Blumen im Sortiment. Nur auf großen Bahnhöfen gab es da und dort einen Blumenautomaten, das war’s aber schon. Wer also regelmäßig Blumen haben wollte, musste sie im Garten selbst ziehen, sie teuer im Blumenladen kaufen oder sich schenken lassen.

Was haben der Glaube und Hochzeit mit getrockneten Blumen zu tun?

Blicken wir weitere Generationen weiter zurück, entdecken wir noch mehr Gründe für den nachhaltigen Erfolg getrockneter Blumen und Gestecke: Sie waren Kirchenschmuck, zierten sowohl Altäre zu blumenlosen Zeiten, als auch den Herrgottswinkel der guten Stube. Grundlage dafür war ein sorgfältig und nach allen Regeln gebundener Kräuterstrauß, der zuvor am 15. August zu Mariä-Himmelfahrt gesegnet wurde.

Auch Brautstrauß und Blumenanstecker des Bräutigams wurden seit der Biedermeierzeit sorgsam getrocknet und staubsicher unter einer Glasglocke aufbewahrt, als gutes Ohmen für die Ehe.

Lesen Sie im Schwesterblog Wo Blumenbilder wachsen:

Trockenblumen, Liebe zu einer alten Tradition, neu interpretiert.

Die mobile Version verlassen