Der Juli ist bunt. Der Garten wächst und gedeiht und dank des vielen Regens, kann der Gärtner sich weitgehend auf das Abschneiden verblühter Blütenstände konzentieren. Anfang des Monats wurden die Rosen noch einmal gedüngt und die restlichen Stauden und Dahlien bekamen auch noch mal eine kleine Düngergabe, sofern sie nicht noch mit Langzeitdünger versorgt sind. Das Wässern des Gartens fällt bei Regen aus. Nur die Balkonkästen und Terrassenkübel sollte man besser händisch kontrollieren. In kleinen Pflanzbehältern ist Wasser selbst bei feuchter Witterung oft Mangelware.

Für die Blumenbilder-Galerie ist jetzt die Zeit der größten Vielfalt. Vorne weg und höchst auffällig blühen natürlich die Rosen. Selbst wenn der erste, überwältigende Juni-Flor inzwischen etwas zurück gegangen ist: Moderne Rosen blühen meistens bis zum ersten Frost. Nach dem Rückschnitt der ersten Blüte treiben sie munter wieder aus und setzen neue Blütenknospen an. Und täglich werden es mehr.

Majestätische Lilienbilder für repräsentative Räume

Daneben kommt nun auch die Zeit der Lilien mit ihren majestätischen großen Blüten. In allen Farben leuchten sie aus dem dichten Grün der Beete hervor – sitzen ihre Blüte doch zumeist ein Stückweit über dem allgemeinem Grün. Gelb, Orange, Weiß, Rot, Weinrot und Pink sind die Farben der Lilien. Ihre Dominanz ist es wohl zu verdanken, dass so manches Adelshaus eine stilisierte Lilie im Wappen trägt. Mich beeindrucken vorallem die enorm großen Blüten und ihre prächtigen Staubgefäße. Blumenbilder mit einzelnen Blüten von Lilien sehen wunderbar edel aus. Sie passen in repräsentative Räume, in Wohnzimmer, Salons und auch in Clubräume.

Taglilien: Zwischen Harmonie und exhibitionistischer Botanik

Ganz anders als ihre Namensvettern sind Taglilien. Klein, gelb und fröhlich spielen die kleinblütigen Sorten ihre Nebenrolle am Rand der Blumen- und Staudenbeete. Sie sind wirklich dankbar, und kommen dank eingebauter Wasserspeicher mit wenig Wasser aus. Große Taglilien tragen ihre Blüten in Gelb, Orange, Rot, Weinrot und Pink in bis zu einem Meter Höhe. Es gibt unzählige Sorten und Züchter, die sich ganz und gar der Hemerocallis Hybriden widmen.

Das Besondere der Taglilien ist, dass jede Blüte nur einen Tag lang blüht. Da aber die einzelne Pflanze nach und nach sehr viele Blüten treibt, ist im Juli bis August stets für Abwechslung gesorgt. Das gilt auch für Blumenbilder mit Taglilien. Bei manchen Bildern spielen die großen, auffälligen Staubgefäße die absolute Hauptrolle. Makros mit Staubgefäßen, die wie betende Hände oder wie eng beisammenstehende Figuren aussehen, lassen erst auf den zweiten Blick das eigentliche Motiv, die Blume, erkennen. Die spirituelle Wirkung steht im Vordergrund, aber nur für den, der empfänglich dafür ist. Andere sehen in den Staubgefäße bemerkenswerte pflanzliche Strukturen in schönen Farben.

Bunte Sommerblumen sind vielseitige Begleiter. Im Garten und als Blumenbild.

Neben den großen, auffälligen Leitpflanzen gibt es im gut bestückten Garten noch allerlei bunte Sommerblumen als unkomplizierte Begleiter. Einmal gesäht, erscheinen sie oft genug immer wieder, ohne dass man sich sonderlich um sie bemühen muss. Andere Sommerblumen werden sorgsam im Frühling ausgesäht und fangen nun zu blühen an. Dankbar, und bestes Beispiel für einen Dauergast im Sommergarten ist Cosmos, auch Schmuckkörbchen genannt. In Rosa, Pink und Weiß erfreut es uns bis zum Frost mit unzähligen neuen Blüten – sofern Sie das Verblühte täglich abschneiden. Cosmos kann an Stellen, die ihm behagen, bis zu 1,50 m hoch und recht buschig werden. An windigen Stellen sollten Sie deshalb besser einen Stab beistellen und die Pflanze anbinden.

Blumenbilder mit Cosmosblüten sindschlicht und ergreifendschön. Blumen, so wie sie schon Kindergartenkinder erkennen, sehen und selbst malen. Die Blume schlechthin. Auch im Banner von Blumenbilder.org sehen Sie eine pinke Cosmosblüte. Im Profil wirken Cosmosblüten dagegen so duftig und zart wie das Tutut einer Ballerina. Mit hoch geworfenem Rock und überaus zart. Alleine schon durch die sanften Farben eignen sich Kunstdrucke mit Cosmosblüten besonders für Räume, in denen Sie entspannen oder gut schlafen wollen.

Kalifornischer Goldmohn ist im Garten ähnlich einfach zu ziehen und sät sich auch immer wieder selber aus. Auch hier gilt: Das Verblühte unbedingt abschneiden. Der Zweitname “Schlafmütze” bezieht sich auf die lustige Zipfelmützenform der Knospen. Beim Goldmohn wirken besonders die schöne Tütenform und die kräftige orange Farbe.

Zart, verspielt und exaltiert wirken dagegen Jungfern im Grünen, Negilla auf Latein. Die anmutigen Blüten in Pink, Weiß, Rosa, Hellblau und Blau sehen so aus, als seien sie aus dem Freizeitpark der kleinen Meerjungfrau entsprungen. Einfach nur hübsch. Erst recht wenn die Blüte als Makro vergrößert dargestellt wird. So tolle Blütendetails entdecken sie normalerweise nur mit der Lupe oder eben auf dem Blumenbild. Im Beet sitzen die einzelnen kleinen Blüten zwischen einem Gespinst aus zarten grünen Nadelblättern. Ein hübsches Durcheinander in einem weitgehend naturbelassenem Blumenbeet. Sehen Sie selbst:

Sterndolden tragen hunderte Sternblüten in weinroten Blütenkelchen

Außerdem: Pollen, der wie aufgefädelte Diamanten aussieht. Im Garten begnügt sich die Sterndolde mit kleinen Lücken zwischen den Rosen oder zwischen anderen Solitärpflanzen. Wenn Sie allerdings die Details sehen möchten, wäre ein Plätzchen in Augenhöhe ideal. Also doch ins Hochbeet? Oder besser doch gleich ein Blumenbild. Schön wärs schon, oder?

Weitere Sommerblumen blühen im Laufe des Monats auf. Sommerflieder (Budleiha), Roter Lein, Seerosen, Sonnenhut, Cisanthe, Montbretien sind dabei. Sogar Dahlien, die Königin des Herbstes, zeigen bereits jetzt die ersten Blüten. Dazu mehr beim nächsten Mal. Bis dahin: Viel Spaß beim Gärteln!