Im Mai tanzen Alliumkugeln in den Beeten und machen ihr eigenes Ding. Tulpen und Narzissen sind gerade erst vorbei, da tauchen überall die Kugelblüten des Zierlauchs auf. Erst violette, danach weiße. Als hätten sie sich abgesprochen. Im ersten Standjahr ist vielleicht die Enttäuschen groß, dass von einer dicken und zudem teuren Blumenzwiebel nur eine einzige Blüte kommt. Geduld, Geduld! Von Jahr zu Jahr wächst auch die Anzahl der Blüten. Hier sind es zwei, an einer anderen Stelle im Garten sind es bereits fünf an einem Fleck. Es sind Brutzwiebeln der ersten Mutterzwiebeln und solange diese an der Mutter kleben, rauben sie ihr die ganze Kraft. Das kann man sehen, denn die Blüten werden zwar mehr aber auch immer kleiner. Wer das verhindern oder ändern will, trennt Mutter und Tochterzwiebeln von einander, düngt im zeitigen Frühling sobald das erste Grün zu sehen ist und belässt die Blätter an den hohen Stielen.

Letzteres ist nur solange ein optisches Problem, wenn Zierlauch in der ersten Reihe des Blumenbeets steht. Wer geschickt ist, setzt Allium zwischen und hinter andere Stauden, die die braunen Blätter schlicht “verschlucken”, sobald sie unansehnlich sind. Taglilien, Sonnenbraut und Pfingstrosen wären dazu eine gute Wahl. Blattschmuckstauden wie Hostas auch.

Beieindruckende Blütengröße oder Menge an Blüten, das ist die Frage, die sich jeder Hobbygärtner stellen muss. Allium kann beides.

Jetzt hat sich eine Kundin aus Enger für Kugelblüten im Duett entschieden und läutet damit den Frühsommer in ihrem Zuhause ein. Wir wünschen viel Freude mit dem neuen Leinwandbild und noch einen blütenreichen Sommer.

Kugelblüten im Duett