Als vor gut 300 Jahren die erste Fuchsie (vermutlich um) 1703 nach Europa kam, ahnte wohl niemand, dass der kleine Strauch aus Santo Domingo so ein Karriere hinlegen würde. Es war die große Zeit wagemutiger Pflanzensammler, die erst im Auftrag des Adels und später auch für große Gärtnereien, die Welt bereisten, um neue Pflanzenarten zu finden. So wurden in Südamerika immer mehr wilde Fuchsien entdeckt und nach Europa verschifft. Sie waren das Ausgangsmaterial für ungezählte Fuchsien-Hybriden.

Blumenbild Zarte gefüllte Fuchsien

Blumenbild Zarte Fuchsien

Exotische Fuchsien aus Südamerika begeistern Europas Blumenfreunde

Keiner kann sich heute vorstellen, wie schwierig es damals für Pflanzensammler, Botaniker, Gärtner und Züchter war, die neuartigen Pflanzen richtig zu pflegen. Sie kamen ja alle aus einem fernen Land, wuchsen dort in einem Klima auf, das mit englischen oder gar deutschen Verhältnissen nicht zu vergleichen war. Dass Fuchsien, zumindest die meisten von ihnen, in Europa nicht winterhart sind, war allen schnell klar. Doch was ist noch alles wichtig, um Fuchsien gesund zu erhalten? Man bedenke: Pflegefehler waren damals richtig, richtig teuer.

Was für ein Glück Blumenfreunde doch haben, im Hier und Jetzt zu leben. Mit allen Vorzügen, auch was Fuchsien angeht. Wer Fuchsien haben will, bekommt sie im Frühling fast schon nachgeschmissen. Discounter, Baumarkt und Gärtnereien überbieten sich gegenseitig und liefern gleich sechs Pflanzen für keine fünf Euro.

Blumenbild Fuchsien im Gegenlicht

Blumenbild Fuchsien im Gegenlicht

Schattenkönigin Fuchsie braucht nur wenig Aufmerksamkeit

Die heutigen Spottpreise für Fuchsien lassen einen schnell vergessen, dass die Pflanzen eigentlich mehrjährig sind. Dabei lohnt es sich, besonders schöne Exemplare im hellen, kalten aber frostfreien Keller zu überwintern. Mit den Jahren werden Fuchsien nämlich immer schöner: Üppig und prächtig blühend von Mai bis in den späten Herbst.

Was für mich das Beste an Fuchsien ist: Sie bringen sogar meine Schattenterrasse zum Blühen. Fast mühelos! Gute Balkonkastenerde, regelmäßiges Düngen und Ausputzen vorausgesetzt.

 

Kunstdruck Dralle Fuchsien mit Ballröckchen

Leinwandbild Dralle Fuchsien mit Ballröckchen

Kleines Pflege-1×1 für Fuchsien

  • Standort: Lichter Schatten, keine direkte Sonne.
  • Lassen Sie den Wurzelballen nicht austrocknen aber gießen Sie auch nicht zu oft. Gießen Sie erst, wenn die Erde oberflächlich bereits wieder etwas trocken geworden ist und machen Sie vor dem Gießen den Fingertest.
  • Düngen Sie im Sommer bzw. in der Wachstumsphase mit Flüssigdünger nach Packungsvorschrift. Düngefehler sind so fast ausgeschlossen. Meine Fuchsien mögen NEUDORFF BioTrissol Flüssigdünger*.
  • Hängende Blätter müssen kein Zeichen von trockener Erde sein. Große Hitze und nasse Füße können ebenfalls Grund für hängende Blätter sein. Bei Temperaturen über 36°C machen Fuchsien, so wie die meisten Pflanzen, schlapp. Stellen Sie die Fuchsien dann möglichst direkt auf den Boden, denn dort ist es meist ein bis zwei Grad kühler als in zwei Meter Höhe.
  • Überwintern kann man Fuchsien hell, kalt aber frostfrei (8-10°C wären ideal).
  • Eine Alternative zum Überwintern bieten Stecklinge. Stecklinge werden im Sommer geschnitten und bewurzeln rasch.

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