Die Gärtnerin plant und Mutter Natur macht dann doch alles ganz anders: Blauer Lein und Rose sehen sich von Angesicht zu Angesicht. Dort die riesige David Austin-Rose Jubilee Celebration und davor die filigrane Blüte des blauen Staudenleins. Eine Pflanze, die seit  Jahrtausenden kultiviert wird, um aus den Samen wertvolles Leinöl zu gewinnen und aus den erstaunlich stabilen Pflanzenfasern, Leinen. Auch Flachs genannt. In meinem Garten ist er nur seiner Schönheit wegen und weil er so gut mit trockenen, sonnigen Standorten zurecht kommt.

Blauer Lein ist eine Sommerblume, die zum Nulltarif wächst und blüht.

Na gut, das mit dem Nulltarif ist  ein bisschen geschummelt. Um in den Genuss dieser wunderschönen blauen Blüten zu kommen, müssen Sie ein einziges Mal etwa zwei Euro in eine Samentüte Staudenlein investieren. Ist das geschafft, geht’s auch schon los mit dem Spaß. Füllen Sie ein paar kleine 9er-Blumentöpfchen mit etwas Blumenerde, gießen Sie die Erde gründlich an, säen Sie anschließend die Samen einzeln in die Töpfe und gießen Sie noch einmal und dann warten Sie mal ab. Lassen Sie die Erde mit dem Saatgut nicht austrocknen. Stellen Sie am besten die Töpfe irgendwo in den Schatten, bis das erste Grün der Sämlinge zu sehen ist.  Danach geht’s auch schon Schlag auf Schlag. Die jungen Pflanzen müssen sehr bald an Ort und Stelle gepflanzt werden, denn sie haben Pfahlwurzeln und diese dürfen nicht abbrechen. Sobald also die jungen Leinpflanzen etwa 5 cm hoch sind, kommen sie in die Beete.

Lein sucht sich seinen Platz im Garten gerne selber aus.

Blauer Lein wächst am liebsten und am besten dort, wo auch sein Samen aufgeht. Deswegen gelingt Lein noch besser, wenn der Samen direkt im Beet keimt. Das geschieht jedoch von ganz alleine, sobald Sie erst einmal blühenden blauen Lein im Garten haben. Sobald Lein verblüht, bilden sich an den langen Stängeln kugelrunde Samenstände, aus denen der Samen mit der Zeit heraus fällt. Sie können diese Leinsamen(!) sammeln und an andere Gartenfreunde verschenken, oder Sie legen das welkende Kraut einfach an Stellen im Garten, an denen Sie gerne noch mehr Blauen Lein hätten. Für Nachwuchs sorgt Lein wirklich reichlich. Zu viel davon setze ich manchmal in höhere Blumentöpfe, wie die von Clematis oder Containerrosen und stelle sie in den Topfgarten. Lein wurzelt nämlich enorm tief und das ist auch der Grund dafür, dass er mit trockenen Böden so gut zurecht kommt. Weiter unten finden die langen Pfahlwurzeln nämlich noch immer Wasser, während an der Erdoberfläche scheinbar schon alles staubtrocken ist.

Macht Ihnen Blauer Lein auf diese Weise noch immer zu viel Mühe, es ist Winter oder Sie haben gar keinen Garten? Das ist bitter, aber in diesem Fall schauen Sie doch einfach mal in meiner Galerie vorbei. Auch dort blüht Blauer Lein – auf Leinwand, Fine-Art-Print, Acrylglas oder Fototapete.

 

Blumenbild Blauer Lein am Wegesrand

Blauer Lein am Wegesrand

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