Das Angebot klingt unglaublich gut: Nur 1 Cent pro Bild! Da macht der Fotograf doch gerne mit. Und wenn es nur darum geht, die Ausbeute der letzten Wochen preiswert und gut ins Fotoalbum zu kleben.

Auch wenn der finanzielle Verlust sich zum Glück in Grenzen hält, am Ende war die Enttäuschung dennoch groß. Denn die Qualität der Bilder war doch größtenteils bescheiden. Genauer gesagt: Ein fieser Grünstich zerstörte alle Blumenbilder, die ursprünglich in zarten Rosa-, Pink und Gelbtönen gehalten waren. Beispielsweise ist meine hübsche “Pink Lady” plötzlich Fahlgrün. Ein Fiasko, wenn es ein großer Kunstdruck gewesen wäre.

Merkwürdig auch der dunkle Rand um die Blüte der Sumpfdotterblume. Im Original ist davon rein gar nichts zu sehen. Ein rätselhaftes Phänomen! Auffällig auch der ockerfarbene Hintergrund beim Schwalbenschwanz. Fast Militärgrün kommt das Ocker jetzt daher. Traurig.

Andererseits sind einige Fotos auch sehr gut geworden. Die Landschaftsbilder, insbesondere der blühende Kirschbaum leuchtet in satten Farben – so wie es sein muss.

Ich nehme an, das Fotolabor hat die Bilder “automatisch optimiert”. Was scheinbar nichts anderes bedeutet als die Sättigung der Farben, speziell von Blau und Grün heraufzusetzen. Blöd nur, wenn die Bilder bereits optimiert waren, bevor sie zum Fotolabor kamen.

Mein persönliches Fazit: Für 1 Cent pro Bild kann ich fairerweise nicht meckern und zum Anlegen einer Archivübersicht taugen die Fotos allemal. Wenn es jedoch um große Prints geht und um Kunstdrucke geht, wähle ich weiterhin Qualität und setze auf ein bewährtes gutes Fotolabor und auf meinen tollen Leinwandbilder-Produzenten. Dann klappt’s auch mit den Farben.