Lavendel ist toll. Er wächst auf trockenen Böden, braucht kaum Streicheleinheiten, wenig Wasser, noch weniger Dünger, duftet wundervoll, zieht Bienen, Hummeln und allerlei Schmetterlinge wie magisch an und sieht auch noch schön aus. Eigentlich das perfekte Modell für meine Blumenbilder.
Auf der anderen Seite muss Lavendel schon bald nach der Blüte geschnitten werden, dann treibt er bis zum Herbst noch ein zweites Mal aus. Wer nur einen Lavendelstock hat, macht das mit der Gartenschere. Wer dagegen wie ich große und viele Lavendelsträucher hat, rückt mit der elektrischen Heckenschere aus. Das hab' ich gestern noch spät abends gemacht und mich gewundert, wie viel Lavendelkraut inzwischen zusammenkommt. Zwei Schubkarren voll mit verblühtem Lavendel warten nun auf den nächsten Akt: häckseln. Anschließend verteile ich das duftende Lavendel-Gehäcksel unter die Sträucher und Rosen. Die Chancen stehen gut, dass so heimlich, still und leise neue Lavendelsträucher unter dem Schutz der Mulchschicht heranwachsen. Die Natur ist diesbezüglich ja recht erfinderisch.
Nächstes Jahr werde ich vermutlich noch mehr lavendelblaue Modelle für sommerliche, mediterran angehauchte Blumenbilder haben. Okay, das ist wohl dann ein fairer Deal.

















